Kaffee mit Hafer-Latte, Wurst aus Tofu und Käse aus Mandelmilch – immer mehr Menschen verzichten komplett auf tierische Produkte. Ein gesunder und nachhaltiger Trend? Wir haben im WDR5 Tagesgespräch diskutiert.

Vegan für´s Klima

Das Versprechen veganer Ernährung ist ganzheitlich: Jeder Einzelne tut seinem Körper mit dem Verzicht auf tierische Produkte etwas Gutes, nutzt aber auch dem Klima und der Natur, weil die Fleischproduktion zurückgefahren wird. Funktioniert diese einfache Formel?

Veganismus ist in den letzten Jahren zum Megatrend der Ernährungsindustrie geworden. Keine Restaurantkarte, die nicht mehr vegane Gerichte ausweist, kein Supermarkt ohne vegan gefüllte Regale. Überzeugte Befürworter sprechen mit missionarischem Eifer von den Segnungen des Veganismus.

Mangel oder Mehrwert?

Dass Menschen vor allem in den industrialisierten Nationen ihre Ernährung umstellen müssen, gilt als gesichert. Zu viel wertvolle Fläche verbraucht die Viehzucht, zu viele klimaschädliche Gase entstehen dabei. Dem Heilsversprechen des Veganismus, all das einzudämmen, stehen ernährungsphysiologische Probleme entgegen: Vor allem bei vegan ernährten Kindern kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Kann Veganismus die Welt retten? Wie viel Fleischkonsum tut der Welt gut? Wie gefährlich ist eine industrialisierte Tierzucht? Was würde passieren, wenn wir uns alle vegan ernährten? Vielleicht ernähren Sie sich selbst vegan? Welche Gefahren und welchen Nutzen beinhaltet ein veganer Lebensstil?

WDR5 Tagesgespräch | 31.Oktober 2018 | Gast: Anita Horn, Journalistin und Ernährungstrainerin

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic und Heiko Hillebrand